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Die „Aufschieberits-Ambulanz“ an der Universität in Münster

 10 % aller Menschen leiden an Prokastination – im Home-Office arbeitende Menschen sind besonders davon betroffen.

Sie haben noch nie was von „Prokrastinieren“ gehört? Macht nichts, denn Sie kennen sicher den umgangssprachlichen Begrifft „Aufschieberits“.  Dabei geht es darum, dass man Aufgaben trotz vorhandener Zielsetzung immer wieder (chronisch) verschiebt. Wussten Sie, dass es dafür sogar eine Ambulanz gibt? Ja, die gibt es – an der Universität Münster hilft die Prokrastinationsambulanz.

Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass Menschen mit sehr freien Tätigkeiten, die oft keine klare Deadline haben, besonders gefährdet sind. Diese Tätigkeiten bieten einfach mehr Möglichkeiten aufzuschieben. Das betrifft oft auch Menschen im Home-Office, die an klar strukturierte Vorgaben gewöhnt sind. „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen, denn hast Du´s heute schon getan, kommt morgen gleich was neues dran“, oder wie ging das noch?

Wer sich beispielsweise vor einem unangenehmen Telefonat drückt und stattdessen den Schreibtisch aufräumt, der sorgt durch diese einfache Tätigkeit durch Ablenkung und für ein schnelles Erfolgserlebnis.  Oft ist aber auch ein schlechtes Zeitmanagement verantwortlich oder das Setzen unrealistischer Ziele, dass (immer wieder) aufgeschoben wird.

Hier meine 12 wirkungsvollsten Strategien gegen Aufschrieberits: (verlinken)

1. Setzen Sie Prioritäten.

Entscheiden Sie, was wirklich wichtig und dringend ist und erkennen Sie den Unterschied (Meine Fenster sollten dringend geputzt werden, ist aber nicht wichtig!)

2. Beginnen Sie sofort.

Zum Beispiel jetzt! Die 72-Stunden-Regel etwa sagt: Wer sich etwas vornimmt, muss innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt machen, sonst sinkt die Chance, dass er das Projekt jemals beginnt, auf ein Prozent.

3. Planen Sie vor.

Notieren Sie sich schon am Vortag, was Sie am nächsten Tag in welcher Reihenfolge tun werden (werden – nicht wollen!). Und dann halten Sie sich daran.

4. Verdeutlichen Sie sich die Konsequenzen.

Machen Sie sich klar, welche Folgen es haben kann, wenn Sie die Aufgaben immer nur mittelmäßig, zu spät oder gar nicht erledigen. Was sind die Konsequenzen und wie reizvoll ist es, wenn die Aufgabe erledigt ist.

5. Zerlegen Sie große Aufgaben in kleine.

Es ist wie mit dem physikalischen Gesetz der Trägheit: Ist ein schwerer Körper erst in Bewegung, wird es leichter ihn in Fahrt zu halten. Also beginnen Sie mit kleinen Schritten und kommen Sie ins tun.

6. Erstellen Sie eine To-Do-Liste und haken Sie (farblich) ab.

Schreiben Sie auch Kleinigkeiten auf die Liste wie „Müll raustragen“ und freuen Sie sich dann, wenn Sie den Punkt abhaken können – am besten in Farbe. So haben Sie nicht nur das Gefühl etwas geschafft zu haben, sondern können es auch bildhaft machen und damit verstärken.

7. Vergessen Sie Multitasking.

Einige Studien beweisen, Menschen sind nicht produktiver, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Im Gegenteil: Oft hindert es sie, konzentriert auf ein Ziel hinzuarbeiten. Außerdem verursacht Multitasking Stress. Versuchen Sie lieber Schritt für Schritt vorzugehen.

8. Lesen Sie Ihre Mails nicht sofort.

Es gibt bereits eine so genannte Slow-E-Mail-Bewegung. Anhänger öffnen ihre Post nur noch zweimal am Tag. Dasselbe gilt für Anrufbeantworter oder Anrufe.

9. Belohnen Sie sich für Teilerfolge.

Belohnung am Ende ist wichtig, um sich bei Laune zu halten. Feiern Sie auch Teilerfolge und halten Sie sich selber bei Laune.

10. Loben Sie sich.

Gelobte sind motivierter, stecken sich höhere Ziele, fühlen sich diesen stärker verpflichtet, teilweise unterstellen sie sich sogar bessere Fähigkeiten, was wiederum ihre Leistungskraft verbessert.

11. Beginnen Sie mit dem Unangenehmsten.

Packen Sie den Stier bei den Hörnern: In der Regel wird es die unangenehmste Aufgabe sein, die Sie die ganze Zeit vor sich herschieben. Warum nicht sofort morgens hinter sich bringen, wenn man noch frisch ist?

12. Räumen Sie auf.

Turmhohe Papierstapel und divers Dokumente, die offen herumliegen, verleiten auch zu gedanklichem Schlendrian. Zumindest bei einigen Menschen. Darum: räumen Sie Ihren Schreibtisch jeden Abend auf.

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